Reglement

Tarifblatt

1. Grundgebühr
Jeder Haus- oder Liegenschaftsbesitzer hat für seinen Anschluss eine
jährliche Grundtaxe von Fr. 70.– zu bezahlen. Der zweite Wasserzähler wird vom Eigentümer bezahlt. Jährliche Grundtaxe beträgt Fr. 12.–.

2. Verbrauchsgebühr
Der m3-Wasserverbrauch wird mit Fr. 1.30 in Rechnung gestellt. Baugebiet Than und Nichtmitglieder mit Fr. 1.60.

3. Wasserbezug durch Hydranten
Der vorübergehende Wasserbezug durch Hydranten bedarf der vorgängigen
Bewilligung durch den Brunnenmeister. Der Tarif beträgt Fr. 1.60 pro m3 plus eine Grundgebühr von Fr. 30.–

4. Neu- und Ersatzbauten
An Anschlussgebühren für Neu- und Erweiterungsbauten ist 1.5% des Gebäu-deversicherungswertes zu entrichten. Als Basis der definitiven Verrechnung dient das Datum der Schatzung des Aargauischen Versicherungsamtes.
Bei Ersatzbauten: Neue Versicherungssumme abzüglich alter Versicherungs-summe ergibt Bausumme.

5. Erweiterungs- und Umbauten
Ab Fr. 20‘000.– ist 1,5% des Gebäudeversicherungswertes (Neuer Versiche-rungswert abzüglich alter Versicherungswert = Bausumme) und Fr. 7.– pro m2 auf die Mehrfläche zu entrichten.

6. Baubeiträge
Für Neubauten sind vom Bauland Fr. 7.– pro m2 als Erschliessungskostenbeitrag zu leisten. Bei der Erstellung von neuen Hauptwasserleitungen, die der Erschliessung von Baugebiet dient, wird der Baubeitrag mit der Fertigstellung der Leitung auch für unbebaute Grundstücke fällig.
Der Erschliessungskostenbeitrag ist auch zu entrichten bei:  
Überbauten Grundflächen, Anbauten und Umbauten, Garagen, Tiefgaragen, Re-misen und Schwimmbäder.

7. Nachträgliche Anschlüsse bestehender Bauten
Landwirtschaftliche Siedlungen und Zonen:
Überbaute Flächen Fr. 7.– pro m2 und 1.5 % des Gebäudeversicherungswertes.
Restliche Bauten:
Auf ganze Parzelle Fr. 7.– pro m2 und 1.5% des Gebäudeversicherungswertes.

Neufassung gemäss Beschluss der Generalversammlung 2. Juni 2015

Statuten

§ 1
Mit Sitz in Auw besteht unter dem Namen „Wasserversorgungs-Genossenschaft Auw“ auf unbestimmte Zeit eine Genossenschaft im Sinne der Art. 828 – 926 des Schweiz. Obligationenrechtes.

§ 2
Die Genossenschaft bezweckt: Auw, Wannen, Abtwil, Meienberg, Reussegg und Alikon mit gutem Trink- und Brunnenwasser zu versorgen. Sie hat ihren Sitz in Auw.

§ 3
Mitglieder der Genossenschaft werden Grund- und Gebäudeeigentümer in Auw, Reussegg und Wannen. Der Eintritt erfolgt automatisch mit dem Eintrag im Grundbuchamt.

An Stelle verstorbener Mitglieder tritt ohne weiteres deren Erbengemeinschaft.

§ 4
Das Vermögen der Wasserversorgungsgenossenschaft bildet eine Einheit. Für die Mitglieder besteht in keinem Fall ein Anspruch auf Auszahlung eines Anteils. Für die Verbindlichkeiten der Wasserversorgungsgenossenschaft haftet einzig das Genossenschaftsvermögen. Jede persönliche Haftung der Mitglieder ist ausgeschlossen.

§ 5
Bei Liegenschaftsveräusserungen ist es Sache des Verkäufers die Uebertragung der Mitgliedschaft dem Vorstand der Genossenschaft anzumelden. Bis zur Eintragung des Käufers im Grundbuch und der Aufnahme desselben als Mitglied bleibt der Verkäufer Mitglied.

§ 6
Wegen grober und wiederholter Verletzung von Statuten und Reglement sowie Zuwiderhandlungen gegen Beschlüsse und Interessen der Genossenschaft kann die Generalversammlung den Ausschluss eines Mitgliedes verfügen.

Zu diesem Beschluss ist die Zustimmung von 2/3 (zwei Drittel) der anwesenden Genossenschafter erforderlich. Jedes Mitglied ist gehalten, bei baulichen Veränderungen am Versorgungsnetz gegen angemessene Entschädigung Durchlass zu gewähren.

§ 7
Freiwillig ausscheidende und ausgeschlossene Mitglieder verlieren jeden Anspruch auf das Genossenschaftsvermögen, bleiben indessen für die Verbindlichkeiten der Genossenschaft im Sinne und im Umfang des OR behaftet.

§ 8
Die Organe der Genossenschaft sind:
a)  Die Generalversammlung
b)  Der Vorstand von fünf Mitgliedern
c)  Die Rechnungskontrollstelle von drei Mitgliedern
 
Die Amtsdauer des Vorstandes und der Rechnungskontrollstelle beträgt vier
Jahre. Mit Ausnahme der Wahl des Präsidenten durch die Generalversammlung konstituiert sich der Vorstand selbst und wählt einen Vizepräsidenten, einen Aktuar und einen Kassier aus ihrer Mitte.
 
Die  Rechnungskontrollstelle konstituiert sich selbst.
 
Jedes Mitglied der Genossenschaft oder ein Mitglied der Familie kann verpflichtet werden, eine eventuelle Wahl in den Vorstand oder in die Rechnungskontrollstelle wenigstens für eine Amtsdauer anzunehmen.

§ 9
Die Generalversammlung findet ordentlicherweise innerhalb von sechs Monaten nach Ablauf des Rechnungsjahres, welches mit dem Kalenderjahr zusammenfällt, statt.
 
Ausserordentlicherweise ist diese einzuberufen, wenn der Vorstand dies als angezeigt erachtet oder 1/10 (ein Zehntel) der Genossenschafter dies unter schriftlicher Bekanntgabe der Gründe verlangen.

§ 10
Die Einberufung der Generalversammlung erfolgt durch den Vorstand und zwar mindestens fünf Tage vor der Versammlung unter Benennung der Traktanden. Die Bekanntgabe der GV sowie auch anderer Mitteilungen des Vorstandes an die Mitglieder erfolgen durch schriftliche Zustellung oder durch Publikation in der Lokalpresse, mit Ausnahme der gesetzlich vorgeschriebenen Veröffentlichungen, die im Schweiz. Handelsamtsblatt zu erscheinen haben.
 
Die  Verhandlungs- bzw. Beschlussfähigkeit  unterliegt, soweit das Gesetz und diese Statuten keine Ausnahme festlegen,  dem fakultativen Referendum innert 30 Tagen.
 
§ 11
Der Generalversammlung fallen folgende  Aufgaben zu:
 
a) Wahl des Vorstandes und des Präsidenten
b) Wahl der Rechnungskontrollstelle
Sie kann auf die Wahl einer ordentlichen Revisionsstelle verzichten, wenn:
1. die Genossenschaft nicht zur ordentlichen Revision verpflichtet ist; und
2. sämtliche Genossenschafter zustimmen; und
3. die Genossenschaft nicht mehr als zehn Vollzeitstellen im
Jahresdurchschnitt hat.
Der Verzicht gilt auch für die nachfolgenden Jahre. Jeder Genossenschafter hat jedoch das Recht, spätestens 10 Tage vor der Generalversammlung eine eingeschränkte Revision zu verlangen. Die Generalversammlung muss diesfalls die Revisionsstelle wählen.
Sofern auf die Wahl einer gesetzlichen Revisionsstelle verzichtet und somit weder eine ordentliche noch eine eingeschränkte Revision gemäss dieser Statuten durgeführt wird, hat die Generalversammlung eine statuarische Kontrollstelle (Rechnungskontrollstelle) gemäss den vorliegenden Statutenbestimmungen zu wählen.
 
c) Abnahme der Jahresrechnung und Beschlussfassung über den Vorschlag, welch letzterer nur zur Verbesserung des Werkes, Schuldentilgung, Reservestellung etc., keinesfalls aber an die Mitglieder ausbezahlt werden darf.  Bestimmung der Entschädigung der Mitglieder des Vorstandes, der Rechnungskommission und des Brunnenmeisters
e) Beschlussfassung über  Ausführung grösserer Reparaturen und allfälliger Erweiterungen der Anlagen
f) Beschlussfassung über Änderungen und Ergänzungen von Statuten, Reglement und Tarifen
g) Ausschluss von Mitgliedern
 
§ 12
Der Vorstand erledigt endgültig alle Geschäfte, welche nicht durch die Statuten der GV vorbehalten sind.
 
Ihm steht die Vertretung der Genossenschaft nach innen und aussen zu. Der
Präsident oder im Verhinderungsfalle der Vizepräsident zeichnet kollektiv mit dem Aktuar oder im Verhinderungsfalle mit dem Kassier.
 
Der Vorstand wird vom Präsidenten einberufen und versammelt sich so oft die Geschäfte es verlangen. Er ist bei Abwesenheit der Mehrzahl der Mitglieder
beschlussfähig. Bei Stimmengleichheit steht dem Präsidenten das Recht des
Stichentscheides zu.
 
Der Vorstand leitet den gesamten technischen und kaufmännischen Betrieb,
soweit dies nicht anderen Organen vorbehalten oder übertragen ist.
 
Wenn die Dringlichkeit es gebietet, kann der Vorstand ohne vorherige
Einberufung der GV Ausgaben im Sinne von § 11 Ziff. ) e)der Statuten
beschliessen. Er hat jedoch die nachherige Genehmigung der GV einzuholen.
 
§ 13
Der Vorstand wählt den Brunnenmeister bzw. dessen Stellvertreter und überträgt ihm die Besorgung und Wartung der Anlage.
 
§ 14
 Die vom Vorstand Beauftragten  haben gegen eine angemessene Entschädigung alle Anlagen der Wasserversorgung zu kontrollieren, warten und zu überwachen.
 
§ 15
Der Präsident leitet die Sitzungen des Vorstandes und der Generalversammlung. Er überwacht den Vollzug der gefassten Beschlüsse und die Tätigkeit des
Brunnenmeister.
 
Der Aktuar führt das Protokoll, besorgt die Korrespondenzen und alle weiteren schriftlichen Arbeiten.
 
Der Kassier besorgt das gesamte Kassa- und Rechnungswesen nach
kaufmännischen Grundsätzen und führt für diese Funktion Einzelunterschrift.
 
§ 16
Die Rechnungskontrollstelle  hat die Jahresrechnung, die innerhalb von drei
Monaten nach Ablauf des Rechnungsjahres abzuschliessen und ihr abzugeben ist, zu prüfen und ihren Befund in einem schriftlichen Bericht dem Vorstand bekannt zu geben.
 
Sie leitet die Passationsverhandlungen der Generalversammlung und orientiert über die allgemeine Geschäftsführung seitens des Vorstandes und der einzelnen Funktionäre.
 
§ 17
In Streitfällen über die Anwendung der Statuten entscheidet das Gericht in 5630 Muri. Als Grundlage für diese Entscheide gelten die Bestimmungen über Genossenschaften im Schweizerischen Obligationenrecht. Die Wasserversorgungsgenossenschaft wird bei gerichtlichen Vorkehren durch den Vorstand (Delegation) vertreten.
 
§ 18
Reglementarische Bussen werden durch den Vorstand gefällt. Gegen diese kann der Betroffene innert zehn Tagen nach der Zustellung Beschwerde führen.
 
§ 19
Soweit diese Statuten keine besonderen Vorschriften enthalten, sind die
Bestimmungen des OR massgebend.
 
§ 20
Diese Statuten treten mit der Annahme der Generalversammlung auf den  2. Juni 2015 in Kraft.
 
Sie ersetzt diejenige vom  1. Januar 2005 und können jederzeit mit Zustimmung von 2/3 (zwei Drittel) der anwesenden Genossenschafter abgeändert werden.
 
Neufassung gemäss Beschluss der Generalversammlung vom2. Juni 2015.

Reglement

§ 1
Die Wasserversorgungs-Genossenschaft Auw (nachstehend WVG Auw
bezeichnet) liefert ihren Genossenschaftern in dem in § 2 der Statuten
umschriebenenVersorgungsgebiet Wasser.
a) 
In der Regel findet die Wasserabgabe durch Wasserzähler statt.
 
Die Wasserabgabe an die auswärtigen Wasserversorgungs-Genossenschaften Meienberg, Rüstenschwil, Alikon und Abtwil erfolgt durch Wassermesser nach den in einem besonderen Vertrag aufgestellten Bedingungen.
 
§ 2
Anschlussgebühren, Wasserbezugskosten und Baubeiträge sind in einem
speziellen Tarifblatt festgehalten.
 
§ 3
Die Wasserleitung bis zur Gebäudemauer ist Eigentum der WVG Auw.
 
Neuanschlüsse, welche der Gesuchsteller selber zu bezahlen hat, sind vorschriftsgemäss aus Guss oder Kunststoff zu erstellen. Die Kosten für Reparaturen für Zuleitungen, die nicht aus Guss- oder Kunststoffröhren erstellt sind, hat der Grundeigentümer selber zu tragen. Die Grabarbeiten gehen zu Lasten des Grundeigentümers oder dessen Versicherung. Die Rohrarbeiten ausserhalb des Gebäudes ist Sache der WVG Auw.
 
§ 4
Neuanschlüsse und  Änderungen dürfen erst nach eingeholter Bewilligung seitens des Vorstandes vorgenommen werden. Die Anschlussgebühren sind vor Baubeginn zu entrichten.
 
§ 5
Der Vorstand hat Bussen von mindestens Fr. 100.-- (einhundert Franken)
 auszusprechen oder die Wasserlieferung einzustellen:
 

a) wenn der Genossenschafter den Bestimmungen des Reglements zuwiderhandelt

b) wenn er die Zahlungen nicht oder nur  unvollständig leistet

c) bei vertragswidriger Benützung des Wassers

d) bei eigenmächtiger Öffnung von Plomben an Hähnen und Messapparaten

e) wenn der Funktionären der WVG Auw der Zutritt zu Leitungen, Messapparaten und Hähnen verweigert wird

f) wenn gerügte Mängel nicht behoben werden


Der Wasserentzug ist dem Genossenschafter fünf Tage  vorher bekannt zu geben. Wenn
derselbe innert dieser Frist  Einspruch erhebt,  ist  der Entzug   aufgeschoben.
 
§ 6
Die Genossenschafter sind verpflichtet, die Abstellhahnen und Wasserzähler vor Kälte zu schützen und um das Einfrieren zu verhindern.
 
Wenn diese Vorsichtsmassregeln nicht beachtet werden und die Genossenschaft in Schaden kommt, so hat das betreffende Mitglied für den entstandenen Schaden aufzukommen.

§ 7
Dem Vorstand, wie dem Brunnenmeister und dessen Stellvertreter ist jederzeit freier Zutritt zu allen Teilen der Grundstücke und Gebäude  gestattet.
 
§ 8
Das als Löschreserve bestimmte Reservoir ist stets gefüllt zu halten. Die sofortige Einschaltung der Löschreserve bei einem Brandfall muss unter allen Umständen sichergestellt sein.
 
Bei Brandfall ist der Schalter im Feuerwehrmagazin durch die Feuerwehr zu
Betätigen
 
§ 9
Die Handhabung der in den Haupt- und Zweigleitungen befindlichen
Schieber, sowie der Hydranten ist einzig dem Vorstand und dem
Brunnenmeister, dessen Stellvertreter gestattet.  Der Feuerwehr wird die Benutzung der Hydranten gestattet,
 
§ 10
Mitglieder der Genossenschaft, welche diesen Vorschriften zuwiderhandeln, werden mit einer Busse bis mindestens Fr. 100.-- (einhundert Franken) belegt.
 
§ 11
Der Vorstand wählt den Brunnenmeister und einen Stellvertreter, welche die
erforderlichen fachmännischen Kenntnisse besitzen müssen und teilt die Namen der Gewählten dem Aarg. Versicherungsamt mit. Für den Brunnenmeister ist
unter spezieller Berücksichtigung der Bestimmungen betr. Bedienung und Unterhalt des Werkes ein Pflichtenheft aufzustellen.
 
§ 12
Störungen im Betrieb der Wasserversorgung und Schwankungen in der Menge des Wassers, verursacht durch höhere Gewalt, sowie zeitweise Unterbrechungen bei Reparaturen, Neuanschlüssen usw. berechtigen den Abonnenten nicht zu
Entschädigungsansprüchen.
 
§ 13
Bei Liegenschaftsverkäufen haftet der Verkäufer, bis die rechtliche
Übertragungen an den Käufer stattgefunden hat. Rückständige und laufende Wasserzinsen zahlt der Verkäufer, wenn er dieselben dem Käufer nicht
überbunden hat. Bei konkursamtlichen oder pfandrechtlichen Handänderungen wird das Wasserrecht und der Wasserzins ohne Abzug von der Kaufsumme dem neuen Besitzer übertragen.
 
§ 14
Die Wasseruhren werden 2x jährlich, im Frühling und im Herbst abgelesen und der Verbrauch wird in Rechnung gestellt.
 
Nicht einbezahlter Wasserzins kann nötigenfalls auf Kosten des Abonnenten rechtlich  eingefordert werden. Der Vorstand ist befugt, die Wasserzufuhr abzustellen.
 
§ 15
Eine Revision dieses Reglemente kann jederzeit mit 2/3 (zwei Drittel)
Zustimmung der anwesenden Mitglieder der Genossenschaft vorgenommen
werden.
 
§ 16
Das revidierte Reglement tritt mit der Annahme der Generalversammlung auf den  2. Juni 2015 in Kraft und ersetzt das Reglement vom 1. Juli 1995.